Digitalisierung der Energiewende

Um die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern, braucht es neben baulichen Maßnahmen vor allem intelligente, digital gesteuerte Verbrauchssysteme. Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Wärmewende Nordwest“ entwickelten 21 Partner bis 2025 Digitalisierungskonzepte für Gebäude, Campusareale und Quartiere in der Region Oldenburg/Bremen.

Sichere Übertragung von Energiedaten und Alarmmeldungen

In einem der Forschungsfelder unter Leitung der DKE und OFFIS wurde untersucht, wie das Smart Meter Gateway in die VdS-Sicherheitskette integriert werden kann inkl. der Ausarbeitung von Normen und Richtlinien.

Ziel war es, die Datenübertragung aus den diversen intelligenten Geräten eines Gebäudes über ein Gateway auf eine gemeinsame Plattform zu überführen. Als Spezialist für › Übertragungstechnik haben wir unser Know-how für die normkonforme Übertragung von Alarmmeldungen und der Entwicklung von sicheren Cloudlösungen eingebracht.

Smart Meter Gateway (SMGW) – Herzstück des intelligenten Messsystems

Das Smart Meter Gateway (SMGW) ist bereits umfassend gegen Manipulation und Zerstörung geschützt. Allerdings nutzt es in der Regel das öffentliche Internet – und damit herkömmliche Router, die Angriffen ausgesetzt sind. Auch Stromausfälle können dazu führen, dass wichtige Energiedaten nicht übertragen werden und eine flexible Verbrauchssteuerung, wie Lastabwürfe, nicht mehr möglich ist.

Für eine zuverlässige Digitalisierung der Energiewende müssen Übertragungswege daher absolut sicher und jederzeit verfügbar sein – so wie man es aus der Gefahrenabwehr kennt.

Im Projekt wurde untersucht, wie sich bewährtes Know-how aus der sicheren Übertragung von Brand-, Einbruch-, Überfall- und Personennotrufsignalen auf Energiedaten übertragen lässt.

Dabei kommt ein gehärteter Sicherheitsrouter wie unser TAS‑Link IV zum Einsatz. Er dient sowohl der Alarmübertragung als auch als Kommunikationsweg für das SMGW – mit Vorteilen wie:

  • permanenter Überwachbarkeit aller Übertragungswege
  • redundanten, ausfallsicheren Kommunikationsstrecken
  • sicheren Zugängen für die Fernwartung

Während die technische Umsetzung bereits machbar ist, besteht noch Bedarf an einheitlichen europäischen Normen. In Deutschland arbeiten die Fachgremien aus Energie- und Sicherheitstechnik bereits gemeinsam daran weiter – auch über das Projektende hinaus.