Öffentliche Räume sicherer machen
Sicherheit im öffentlichen Raum erhöhen und gleichzeitig die Privatsphäre jedes Einzelnen schützen – das ist das Ziel von KIRaPol.Next. Das Innovationsprojekt, an dem wir als Verbundpartner beteiligt sind, wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und von der EU kofinanziert.
Radartechnologie als intelligenter Hinweisgeber
Mobile Radarsysteme analysieren Radarsignale und erkennen potenzielle Gefahrensituationen – etwa gewalttätige Auseinandersetzungen – frühzeitig. Diese werden als Hinweise an die polizeiliche Leitstelle übermittelt.
Geschulte Mitarbeitende der Polizei prüfen anschließend die Lage anhand eines Videobildes und entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Radar- und Videotechnologie werden dabei ausschließlich parallel und nur während rechtlich definierten Kernbeobachtungszeiten eingesetzt.

Die Vorteile des KI-unterstützten Assistenzsystems für die polizeiliche Videobeobachtung
- Frühzeitige Erkennung potenzieller Gefahrensituationen durch die Kombination von Radar-und Videodaten
- Präzisere und schnellere Lagebewertung für die Polizei
- Wahrung der Privatsphäre, da die KI-gestützte Radartechnik ausschließlich abstrakte Bewegungsmuster erfasst – keine biometrischen Merkmale oder Gesichter
- Witterungsunabhängig, da Radarsensorik auch bei Dunkelheit, Regen oder Blendung zuverlässig arbeitet
Daten-Training macht KI fit
Die KI-gestützte Radartechnologie ist so ausgelegt, dass keine Personen identifiziert werden können. Die Auswertung basiert ausschließlich auf abstrakten Bewegungsmustern, die zuvor angelernt wurden. Hierfür werden Radarsignale gemeinsam mit den Polizeipartnern sowohl im Labor als auch unter realitätsnahen Bedingungen erhoben und zur Optimierung der Mustererkennung genutzt.
Trainingsdaten
Damit die KI zuverlässig arbeitet, werden möglichst viele und vielfältige Trainingsdaten benötigt.
Rechtmäßig erhobene Realdaten
Nachgestellte Szenarien
Synthetische Daten
Verbundpartner Projekt KIRaPol.Next
Während im Vorgängerprojekt die grundlegende Technologieentwicklung im Fokus stand, konzentriert sich KiRaPol.Next auf die Weiterentwicklung sowie die Integration in die Systemumgebung der Polizei.
IMST GmbH (Konsortialführung)
- Entwicklung der Radartechnologie in Hard- und Software
- Unterstützung bei Erprobung und Optimierung im virtuellen Testlabor (Raytracing-Simulator)
Hochschule Niederrhein (HSNR)
- Entwicklung von Klassifikationskonzepten und Verfahren zum Schutz der Privatsphäre
- Begleitung bei Datengenerierung, Verifizierungs‑ und Validierungstests
- Bewertung ethischer, rechtlicher und sozialer Aspekte
Telefonbau Arthur Schwabe GmbH & Co. KG (TAS)
- Entwicklung einer geschützten Schnittstelle zwischen KI-Auswertung und Sicherheitsrouter gemeinsam mit HSNR und IMST, um Hinweise sicher an die polizeilichen Systeme zu übertragen
- Konzeption eines datenschutzkonformen Steuerkanals für Videoanforderungen innerhalb der Kernbeobachtungszeiten
- Analyse der Potenziale zukünftiger Mobilfunknetze (z. B. 6G) für eine noch robustere und sichere Übertragung
Assoziierte Partner Projekt KIRaPol.Next
Polizei Mönchengladbach (PolMG)
- Einbringen praxisnaher Anforderungen
- Begleitung der Systemintegration
- Expertise zu Datenschutz sowie zu sozialen, ethischen und rechtlichen Fragestellungen
- Unterstützung bei Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen der polizeilichen Videobeobachtung
Polizei Düsseldorf (PolD)
- Weiterentwicklung der technologischen und organisatorischen Videobeobachtung der Polizei NRW
- Bewerten von Potenzialen zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit auf Basis des PolG NRW und unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte
Bundespolizei und Bayerisches Landeskriminalamt
- Definition technischer Anforderungen für die polizeiliche Einsatzrealität
- Bereitstellung anonymisierter Trainingsdaten für das Anlernen der KI


